Mehr Besucher durch Social Media – Teil 2

Suchmaschinenoptimierung galt vor einiger Zeit noch als die beste Maßnahme, Besucherströme auf die eigene Webseite zu locken. Google hat mit seinen Updates aber die Karten gehörig neu gemischt. Nun gilt es, soziale Interaktion zu erzeugen.

Im ersten Teil dieser Blogartikelserie bin ich darauf eingegangen, wann und warum in den Sozialen Medien Beiträge geliked und geteilt werden und Ihre Reichweite erhöhen. Heute möchte ich konkreter werden und Ihnen erläutern, welche Vorgehensweise sich auf Facebook bewährt hat. Im nachfolgenden Artikel widme ich mich dann Twitter und Google+. Natürlich gibt es noch zahlreiche andere Soziale Medien wie Instagram, Youtube, Pinterest, etc. Diese Alternativen erzielen ihre Reichweite aber hauptsächlich aus Bildern und Videos und haben sich bis auf Youtube noch nicht so deutlich als branchenunabhängige Vertriebsoptionen etabliert.

Gehen wir also zuerst einmal auf den Klassiker ein:

Auf Facebook sichtbar und vertrieblich erfolgreich werden und bleiben

Das "und" in der Überschrift habe ich bewusst noch einmal hervorgehoben, da viele Seitenbetreiber Sichtbarkeit und Vertriebserfolg auf dem weltweit beliebtesten Sozialen Medium oft verwechseln. Es gibt private und Unternehmens-Seiten, die eine riesige Sichtbarkeit erzeugen, aber keinen nennenswerten Vertriebserfolg daraus ableiten. Andererseits verstehen es viele kleine und nicht besonders sichtbare Seiten, durch die richtige Aufbereitung ihrer Postings und der Seite insgesamt, enorme Umsätze zu generieren. Warum ist das so?

Erst einmal haben sich die Betreiber dieser Seiten strategisch mit ihren Vertriebszielen auseinandergesetzt, die sie auf Facebook überhaupt umsetzen wollen. Dann sind sie gut strukturiert an die Überprüfung des passenden Formats herangegangen. Es gibt nämlich zwar ein paar hilfreiche Tipps, aber noch kein allgemeingültiges Geheimrezept, um branchenunabhängig jeden Besucher passend anzusprechen.

Zu den Tipps gehören die formalen Vorgaben von Facebook bezüglich der Länge der Überschrift, der Bildgröße, der Beschreibung und des eigentlichen Contents. Erfahrungsgemäß sind kürzere Posting-Texte erfolgreicher (40 bis 140 Zeichen), aussagekräftige, gut aufgelöste (aber nicht zu speicherintensive) und spezifische Bilder sprechen die Besucher direkter an.

Weiterhin sollten Sie die User nicht mit einer unnötigen URL langweilen: Wenn Sie auf Ihre oder eine andere interessante Webseite verlinken wollen, sollten Sie die URL in das Posting-Feld eingeben und einen Moment warten, bis Facebook die Adresse aufgelöst, ein Bild und die Beschreibung eingesetzt hat. Löschen Sie dann direkt die URL wieder. Wenn Ihnen das Bild nicht gefällt, können Sie es auch noch ändern. Schreiben Sie in der Überschrift zum Beispiel nicht "Tolle Tricks um Erfolg zu haben", sondern "5 Tipps, um seine Facebook-Reichweite in 5 Tagen zu verdoppeln".

Probieren Sie auch unterschiedliche Tageszeiten aus, um Ihre Zielgruppe am besten zu erreichen. Um verwertbare Ergebnisse zu erhalten, sollten Sie während des Austestens aber immer nur einen Aspekt ändern. Posten Sie also gleich aufgebaute Postings zu unterschiedlichen Zeiten, oder unterschiedlich aufgebaute Postings zur gleichen Uhrzeit. Sonst können Sie sich nicht sicher sein, welcher Faktor letztendlich erfolgsentscheidend war.

Vertriebserfolg ohne Call-to-Action? Schwerlich

Jetzt kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte im Allgemeinen und auch bei Facebook im Besonderen: geben Sie Ihren Besuchern die Möglichkeit, aktiv zu werden. Wenn Sie Ihre Zielgruppe schon perfekt angesprochen, sie richtig heiß auf Ihr Produkt oder Dienstleistung gemacht haben und sie dann im Regen stehen lassen, werden Sie nichts verkaufen und nicht einmal Leads (interessierte Besucher) einsammeln können.

Das bedeutet nicht, dass Sie Ihre Besucher ständig mit Kauf-Aufforderungen bombardieren müssen, Ihre zukünftigen Kunden sollten aber den Tatendrang, den Sie in ihnen geweckt haben, auch ausleben können. Fordern Sie sie auf, zu kommentieren, zu teilen, auf Ihre Webseite zu gehen und sich weitere Informationen zu holen. Auf Ihrer Facebook-Seite steht Ihnen ein direkter Call-To-Action-Button zur Verfügung, nutzen Sie diese Handlungsaufforderung auf jeden Fall für Ihr hauptsächliches Ziel: Kontakt aufnehmen, Angebot nutzen, Ihre Seite zu besuchen, etc.

Im dritten Teil dieser Blogartikelserie gehe ich auf die Besonderheiten von Twitter und Google+ ein.

Bis dahin freue ich mich auf Ihre Kommentare, Anregungen und natürlich auch "Likes" oder "Shares".

Möchten Sie lieber heute als morgen mehr über den Vertriebskanal Social Media erfahren, können Sie natürlich auch gleich ein individuelles Fachgespräch vereinbaren.

Herzliche Grüße aus dem Netz,

Ihr Reiner Kluge

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